72-Stunden-Aktion 2011

Die 72-Stunden-Aktion wird 2011 zum fünften Mal von der Niedersächsischen Landjugend organisiert. Die einzelnen Ortsgruppen der Landjugend konnten sich dafür anmelden. In diesem Jahr ist Asendorf auch dabei – zusammen mit 75 anderen Landjugenden in ganz Niedersachsen.

Am Donnerstag, 26. Mai, haben wir abends eine Aufgabe gestellt bekommen, die sich der Landesverband für uns überlegt hat. Wir hatten dann 72 Stunden Zeit, um diese Aufgabe zu erfüllen. Das Besondere daran ist, dass wir den Inhalt der Aufgabe bis zu diesem Donnerstag nicht kannten, und also noch nicht wussten, was uns erwartet! Es wird in jeden Fall etwas sein, wovon die ganze Dorfgemeinschaft profitieren kann. In den letzten Jahren gab es zum Beispiel in anderen Dörfern Aufgaben wie den Neubau von Spielplätzen, den Bau eines Grillplatzes, die Erstellung einer neuen Radwegekarte etc.

72h-aktion

offizieller Link zur Aktion: 72-Stunden-Aktion

Am Donnerstagabend bekamen wir unsere Aufgabe. Unser Agent war: Holger Cohrs.

Unsere Aufgabe lautete:
"Baut einen Asendorf Rundweg mit unterschiedlichen Stationen zum Erkunden des Dorfes. Start- und Zielpunkt soll der Dorfplatz sein. Überlegt und baut einen oder mehrere Wege entlang der schönsten, interessantesten und informativsten Plätze in Asendorf um Einheimischen und Besuchern Eure Heimat näher zu bringen.
Damit die Besucher wissen wo der Weg entlang führt, nutzt die alte Infotafel um den Weg zu beschreiben,errichtet Schau- und Informationstafeln an den Plätzen/ Stationen und erstellt Pfeile um den Weg zu markieren..." Dies war ein kleiner Auszug aus dem Brief vom Agenten. Wir haben die Aufgabe auch erfolgreich gemeistert.Wir haben zwei Wege einer 7,5 km lang und der andere 4,5 km. Dafür mussten wir auch sehr viele Infos aus der Ortschronik entnehmen und haben dabei auch alteingesessene Dorfbewohner gefragt. 

In 72 Stunden einen Rundweg beschildern: Eine Menge Arbeit, aber auch viele neue Erfahrungen und spannende ausgegrabene Geschichten aus der Region! Und fast das ganze Dorf auf den Beinen, um uns zu verpflegen und zu helfen.

Als wir am Donnerstagabend unsere Aufgabe erhielten, war in vielen Gesichtern erst mal ein großes Fragezeichen zu sehen. „Wie sollen wir das denn machen?“

Auch wenn eigentlich nur 15 Personen für die Aktion angemeldet waren, war die Gruppe jetzt schon deutlich größer: Unser Agent hatte bereits bei allen Vereinen im Dorf Unterstützung angefordert. Und das war auch gut so!!! Wahrscheinlich war diese Aufgabe das beste, was uns passieren konnte. In allen möglichen Bereichen konnte man sich super einbringen und die riesige Gruppe wir gut aufgeteilt.

Die Gruppengröße machte sich dann allerdings auch direkt bei der scheinbar endlosen Diskussion am Donnerstagabend bemerkbar. Am Ende konnten wir uns aber dann doch noch auf eine Route für den Rundweg einigen und die ersten Stationen standen bereits fest. Aber die vielen Helfer wurden wirklich dringend gebraucht.

Am Freitag teilte sich die erst noch kleine Gruppe auf in ein Bau-Team, das sich um die große Infotafel in der Dorfmitte kümmerte, und in das Weg-Team, das den Rundweg mit dem Rad abfuhr und wichtige Punkte markierte. Zwischendurch ein Highlight: Eine Firma brachte spontan (!) einen Kran vorbei, mit dem die Info-Tafel in der Dorfmitte versetzt werden konnte.

Die kleinen Gruppen wurden nach und nach größer und auch die Werbung kam nicht zu kurz. So arbeiteten wir das Wochenende in den Gruppen weiter. Schilder, Pfeile und Bänke wurden gebaut und aufgestellt.

Kleiner Zwischenstand aus dem Weg-Team: Samstagnacht, 00:52 Uhr: Es geht nichts mehr. Und der Computer streikt. Wir beschließen, den Rest auf Sonntag zu verschieben.

Dann am Sonntag noch zwei „Überraschungen“: Erstens: „Die Laminierfolien sind ja bunt?!“ Das stellte sich später aber noch als ganz gut heraus, die Schilder sehen mit rotem Rand sehr edel aus!

Zweitens:„Die Folie von den Abdeckplatten aus Plexiglas lässt sich nicht abziehen.“ Wir fuhren also los und kratzten die einzelnen Schilder frei; drei Stunden vor Ablauf der Zeit!

Gegen 17:00 Uhr war die Aufgabe dann geschafft. Wir haben noch den Dorfplatz für die Eröffnungsfeier vorbereitet und dann auf unsere Gäste gewartet. Und die kamen in überwältigender Zahl! Scheinbar das ganze Dorf war auf den Beinen, um das Ergebnis der Aktion zu bewundern. Die Werbung per Handzettel hat offensichtlich funktioniert.

Auch während der Aktion haben wir viel Unterstützung bekommen: In Form von Kuchen, Obst und belegten Brötchen bis hin zu Material, Rasenmähen und Unkrautzupfen auf dem Dorfplatz! Mit Hilfe hatten wir gerechnet, aber das alles übertraf die Erwartungen!

Einen riesigen Dank nocheinmal an alle Freiwilligen Helfer und Spender. 
Ohne euch hätten wir das niemals so gut hingekriegt.

Und auch am Ende bei der Feier hörte man deutlich Begeisterung heraus. Und natürlich Erschöpfung.

So ziemlich alle waren völlig erledigt nach den 72 Stunden.

Aber:„Wir haben’s angepackt und geschafft!“