Brühtrogralley 2011 - Zu Gast bei Freunden

Die Kreislandjugend Uelzen lud dieses Jahr zu der 43. Brühtrogralley nach Bohlsen ein und die Landjugend Asendorf war mit zwei Teams am Start.

Bevor wir uns jedoch in das 60km entfernte Bohlsen aufmachten, musste noch einiges abgeklärt werden. Die wichtigste Frage war: Was zum Teufel ist ein Brühtrog und was müssen wir damit machen?
Dank Wikipedia und der guten Allgemeinbildung einiger Landjugendmitglieder fanden wir heraus, dass der Brühtrog ein hölzerner Trog mit insgesamt vier Griffen ist, in den frisch geschlachtete Schweine gelegt wurden um diese mit heißem Wasser abzubrühen.
In diesem Brühtrog sollte das Team, bestehend aus einem Männlein und einem Weiblein, die Gerdau herunterschippern und dabei einige Aufgaben lösen. Das dies keine lustige Kaffeefahrt in einem Kanu werden würde wurde uns spätestens nach dem YouTube-Video von vor 3 Jahren klar! (Hier geht’s zum Video: Brühtrogralley)

Mit einer Plastikpalme und Wechselsachen bewaffnet ging es also am Samstag, den 23. Juli 2011 nach Bohlsen. Dort trafen wir dann das erste Mal auf unsere Leihtröge…
Leider sahen sie nicht besonders Vertrauenerweckend aus und waren auch schon voll Wasser. Trotzdem haben wir nicht lange gezögert und trugen sie todesmutig Richtung Start. Dort ging es ähnlich wie bei einer Wildwasserbahn eine aufgebaute Rampe herrunter. Die erste Dusche war dort schon vorprogrammiert:

start

Sofort ging es weiter zum TÜV. Die Abnahme dort fiel leider nicht zu unseren Gunsten aus:
-> 1 Team = vorhanden
-> 1 Brühtrog = vorhanden
-> 1 Wasserschöpfer = nein
-> 2 Stöcker (Paddel) = auch nicht
-> 1 Bordapotheke = nein
-> 1 Signalgeber= auch nicht

Dafür bekamen wir extra Punkte, da einer unserer Brühtröge liebevoll mit einer Plastikpalme dekoriert war und der TÜV mit Schnaps von uns bestochen wurde.

Nach dem absolvieren der zweiten Station (Feuerlöschübung) bekam man einen Rätselzettel der am Ende der Ralley möglichst trocken abzugeben war. Dies Glückte leider auch nicht allen ;)
Während der Anfangsstationen warfen wir immer wieder ehrfürchtige Blicke Richtung Tigersprung: ein Trecker Reifen, der von einem Kran über dem Wasser gehalten wurde. Unsere Taktik: Hauptsache durch…
Durch kamen wir, leider artete das in eine kleine unglaublich nasse und kalte Wasserschlacht aus…

tigersprung

Nach dem Tigersprung hatte man Zeit die Landschaft zu genießen und vor sich hinzutreiben. Da unsere Brühtröge leider nicht dicht waren, wurde aus dem treiben ein ziehen…
So zogen wir also unsere Brühtröge durch die Gerdau und suchen Buchstaben. Ziel war es sieben Stück zu finden, diese richtig anzuordnen und dann das gesuchte Wort im Brühtrog ins Ziel zu bringen. Leider war das gesuchte Wort Passant und in unsere sinkenden Brühtröge wollte keiner steigen. Selbst im Tausch gegen unsere Palme war kein Freiwilliger zu finden.

Wir absolvierten bibbernd noch die letzten Spiele: Dörfer finden auf einer Landkarte, Verschiedene Getreidearten und ähnliches erraten und ein Hindernisparcour.
Für die restlichen Meter durch die Gerdau mobilisierten wir noch einmal unsere letzten Kräfte um uns am Ziel dann mit einer warmen Brühe wieder aufzuwärmen.

Nachdem auch die restlichen 18 Teams die Ralley absolviert hatten, begann die Siegerehrung.
Zu unserer Überraschung waren wir nicht Letzter:

Die Wackeldackel (Julia M. und Olli) erreichten den ruhmreichen 18. Platz und
die MS Asendorf (Julia A. und Andre) den 19. Platz.

Mit 2 kg Haribo und diversen Blessuren im Gepäck machten wir auf den Weg Richtung Heimat.
Eins stand für uns aber sofort fest:
Wenn wir da noch einmal mitmachen, dann nur mit eigenem gepimpen Brühtrog!!!